Kaltes-Rotlicht-Gerät  "Frigisolair" - heute Anwendung in „Repuls“ Technologie


Kurz vor dem Verkaufsstart des Kalten Rotlicht Gerätes- ein Zeitdoku-ment

Gleich zu Anfang möchten wir einen sehr interessanten Brief des Arztes Dr. med. A. Ryszkiewicz der Med. Universitäts Poliklinik der Charité,  Berlin N 6 vom 9. Juni 1928 zum Thema „Kaltes Rotlicht“ veröffentlichen.

 

Er schreibt u.a. an den Arzt Herrn Warnecke „….Wie ich schon in meiner gestrigen Expresskarte mitteilte, ist mir, da ich aus wissenschaftlichen Gründen immer mit Erfindern zusammen arbeite, eine ganz außergewöhnliche interessante elektrische Röhre zu Gesicht gekommen. Dieselbe liefert die bisher technisch nicht herstellbaren Strahlen des Spektrums der Wellenlänge 600 - 800 (infrarote) n a c h w e i s s l i c h. Die Lampe selbst ist eine Ionenröhre mit einer ganz neuen Gasfüllung und neuartiger Formgebung. Die Röhre ist in zweijährigen Versuchen auf gynäkologischem Gebiet mit großem Erfolg ausprobiert und klinisch erprobt. Auf einem gynäkologischen Kongress ist erst vor einigen Tagen die Röhre mit Vortrag vorgeführt und begegnete sowohl von Seiten in - als auch ausländischer Ärzte reges Interesses, da sich mit ihr ganz neue Therapiemöglichkeiten bisher unerschlossener Gebiete eröffnen.  Da die ganze Energie in Licht umgeformt wird, so sendet die Röhre keinerlei Wärmestrahlung aus. Sie ist also eine spezifische K a l t l i c h t röhre, was ihr ermöglicht ohne Kühlmantel also auch in die kleinsten Körperhöhlen eingeführt zu werden….  Augenblicklich bemüht sich ein amerikanischer Konzern und mehrere deutsche Firmen mit dem Hersteller zu einem Abschluss zu gelangen… Von den Röhren ist noch nichts verkauft worden, weil die Firma wegen der Unübersehbarkeit der Anwendung noch zögert. Da ich selbst nur insoweit interessiert bin, dass die Heilwirkung der Röhre möglichst vielen Menschen zugute kommt, will ich ihnen gleich den Namen der Herstellerfirma angeben: R. Burger & Co. Röntgenröhrenfirma. Berlin-Pankow. Wilhelm-Kuhr-Str. 3…. Wie gesagt, das Kapital hat sich der Sache noch nicht bemächtigt. Prospekte erscheinen erst in der nächsten Woche….Der Konstrukteur ist gern zu aller Auskunft bereit…“ 

Der Verkauf und die Anwendung des Kalten-Rotlicht-Apparates gingen schon vor der Patenterteilung los

Seit 1926 beschäftigte sich Reinhold Burger in seiner Firma "R. Burger & Co." mit dieser  Weltneuheit- seiner patentierten Kalten-Rotlicht-Bestrahlungslampe für den "Frigisolair" zur medizinischen Therapie.

Die von Burger angewendete Strahlenart, wie auch im oben genannten Brief erwähnt, nutzt eine Wellenlänge von 600 - 800 nm und kann bis zu 4 cm tief in das menschliche Gewebe eindringen. Dies ist nicht zu verwechseln mit der bekannten warmen Rotlichtlampe. Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Ärzten der Charité in Berlin. Obwohl das Patent für die Bestrahlungslampe erst 1932 erteilt wurde, war das Gerät schon seit 1928 auf dem Markt. Burger war fest vom Erfolg seiner Erfindung überzeugt, und die ersten positiven Gutachten von Kliniken und Ärzten bestärkten ihn in seiner Überzeugung.

 

Bereits am 29. Juni 1927 reichte er die Patentanmeldung beim Reichspatentamt ein. Es folgte ein langwieriger Prozess: Bis Mai 1932 zog sich der Schriftverkehr, geprägt von Patentstreitigkeiten, über Anwälte und Gutachter, hin und her. Schließlich wurde das Patent am 31. Mai 1932 erteilt. Die Kosten für diesen langen Prozess müssen immens gewesen sein! Wir haben den gesamten Schriftverkehr dazu archiviert.

Patenterteilung zur Kalten Rotlicht Lampe, Fa. R. Burger & Co.
Patenterteilung zur Kalten Rotlicht Lampe, Fa. R. Burger & Co.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs stellte die Firma von Reinhold Burger das Kalte-Rotlicht-Gerät her, das in Deutschland und ganz Europa von verschiedenen Ärzten erfolgreich getestet und angewendet wurde. Nach Unternehmensunterlagen wurde dieses Gerät sogar bis ins Kreml-Krankenhaus in Moskau geliefert. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie in meiner Kindheit täglich Bürger in die Firma kamen, um eine Behandlung mit dem Kalte-Rotlicht-Gerät zu erhalten.


Das Rotlichtgerät (Frigisolair) findet mit einer Neuerung Anwendung in der Elektrotherapie

Es existiert noch eine Weiterentwicklung des sogenannten "Frigisolair". Er hat Ende der dreißiger Jahre den Kalten-Rotlicht-Strahler, der mit Neongas gefüllt ist, zusätzlich mit einer Spule zur Erzeugung eines Magnetfeldes umgeben und nutzte ihn damit gleichzeitig als Kombigerät zur Magnetfeld- und Rotlichttherapie. Der Strahler berührte unmittelbar die Haut


Rot - und Blaulichtgeräte sind heute auf dem Markt

Heute wird das Kalte-Rotlicht-Gerät wieder in diesem Wellenlängenbereich für medizinische Zwecke angewendet (siehe: Repuls Technologie und Therapie), allerdings ohne Magnetfeld.

Die Untersuchungsergebnisse und die Anwendungsgebiete von heute sind ähnlich mit denen vor 90 Jahren. Ein Nachweis für die Richtigkeit des Einsatzes von Kaltem-Rotlicht in der Medizin.

 

Mehr als 20 Jahre Entwicklung stecken in einer weiteren Therapiemöglichkeit. Die Firma „phybio“ entwickelte ein Gerät mit dem Namen   PHYbio’s LEDpuls PRO

Wellness mit pulsierendem - ROT und BLAU-Licht

„Die Verwendung von pulsierendem roten und blauen Licht im Wellnessbereich kann zu einer verbesserten körperlichen Leistungsfähigkeit, einer erhöhten bzw. balancierteren Energie und einer besseren Stimmung führen. 

 

Deutlich unterscheidet sich unsere Art des Pulsierens von anderen Geräten, die lediglich alle LEDs gleichzeitig ein- und ausschalten. Wir steuern alle LEDs einer Wellenlänge separat und unterschiedlich an, hierdurch ergeben sich Lichtvariationen, die beim gleichzeitigen Ein- und Ausschalten niemals entstehen können. Wir bezeichnen diese Art der Ansteuerung als PHYbio Puls Technologie (PPT)“

 

Wieder was Neues:

Ein weiterer interessanter Artikel erschien aktuell in der Zeitschrift „Bild der Frau“ , Ausgabe 50/2020, Seite 58, über eine weitere Anwendung des Kalten Rotlichts im Wellenbereich von 650 - 1000 nm in der Medizin. Prof. Glen Jeffrey vom Institut of Ophthalmology des University College London (UCL), hat eine Studie zur Bestrahlung der Augen mit Kaltem Rotlicht veröffentlicht. Er kam zum Ergebnis, dass sich eine 20 %ige Verbesserung der Augenleistung ergibt, wenn man sich täglich nur 3 Minuten über einen Zeitraum von 14 Tagen mit rotem LED Licht einer kleinen Taschenlampe bestrahlt. „Die Bestrahlung soll bewirken, dass die Zäpfchen-Zellen in der Netzhaut wieder bis zu 20 % besser arbeiten. Die Stäbchen-Zellen verbessern ihre Leistung ebenfalls ganz klar. Farben werden wieder bunter, die Welt kontrastreicher erlebt. Das Sehen in der Dämmerung, Nachts beim Autofahren, aber auch das überlebenswichtige periphere Sehen wird definitiv  verbessert“.


Befüllen der Kalten-Rotlicht-Lampe mit Neongas

Die Fertigung einer Kalten-Rotlicht-Lampe war für unseren Großvater kein Problem. Seine Lehrzeit bei Siemens und Halske in der Glühlampenfertigung und die Herstellung von Geißlerschen Röhren, später der Röntgenröhren in seiner Firma in Berlin waren Grundlagen für die Lampenfertigung und machten ihn zu einem Experten.

Die technischen Fertigkeiten zur Herstellung der Lampen und zum Evakuieren waren vorhanden und seine tägliche Arbeit.


Neongaskartusche zum Befüllen der Kalten-Rotlicht-Lampe, Fa. R. Burger & Co.
Neongaskartusche zum Befüllen der Kalten-Rotlicht-Lampe, Fa. R. Burger & Co.

Zum Befüllen der Kalten-Rotlicht-Lampe mit Neongas lieferte die Firma Linde das Gas in Neonkartuschen aus Glas (heute Metallkörper) an den Kunden.

Neonkartusche der Fa. Linde mit Befüllstutzen und kleinem Haken im Glasrohr
Neonkartusche der Fa. Linde mit Befüllstutzen und kleinem Haken im Glasrohr

Vorne links ist der kurze Einfüllstutzen für das Neongas angeordnet.  Im hinteren, oberen Teil der Glasröhre erkennt man im inneren einen kleinen Glashaken. Nach dem Anschluss der zu füllenden Lampe an die Neonkartusche und vor dem Befüllen wird der kleine Haken während des Fertigungsprozesses zerstört und das Gas kann in die Lampe strömen.


Patent zur Entladungsröhre (Kaltes Rotlicht) für medizinische Bestrah-lungszwecke angemeldet am 30. Juni 1927, erteilt am 06. Oktober 1932


"Frigisolair" der Fa. "R. Burger & Co."

Bild: "Frigisolair" Kaltes-Rotlicht Gerät für medizinische Anwendungen, Standard-Modell PAK
Bild: Alleinhersteller des "Frigisolair" Fa. "R. Burger & Co."

Kaltes-Rotlicht/Medizinisches Bestrahlungsgerät mit zusätzlicher Magnetwicklung im Außenring zur Anwendung in der Elektrotherapie


Der "Frigisolair" in seiner Firma " R. Burger & Co."

Kaltes-Rotlichtgerät
Aufbau Kaltes-Rotlicht-Gerät zur Bestrahlung

Hochfrequenz -Elektroden-Katalog zur Kalten-Rotlicht Bestrahlung

Prospekt zum "Frigiso- lair" mit ersten Unter-suchungsergebnissen



Die erzielten Heilerfolge veranlassten Reinhold Burger, handliche Bestrahlungs-Flächen-Elektroden mit spezieller Tiefendurchblutung auf den Markt zu bringen. Jetzt waren alle erreichbaren Ziele zur Bestrahlung möglich (siehe auch Elektroden-Katalog).


Sonderdruck aus "Strahlentherapie" zu klinischen Ergebnissen mit sichtbarem kalten Rotlicht

Sonderabdruck zu den klinischen Ergebnissen mit Kaltem-Rotlicht
Sonderabdruck zu den klinischen Ergebnissen mit Kaltem-Rotlicht

Hautuntersuchungen und klinische Ergebnisse bei Anwendung von sichtbaren kalten Rotlicht.

Die Ergebnisse wurden auf der 3. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Lichtforschung in Dresden am 5. September 1930 vorgetragen.


Broschüre mit Erläuterungen und Anwendungsgebiete in der Medizin zum Kalten-Rotlicht


Ergebnisse der Strahlenbehandlung von Prof. Dr. H. Cramer von der I. Medizinischen Univ.-Klinik Berlin


Artikel über das Kaltlicht, veröffentlicht in   "TECHNISCHE RUND- SCHAU" vom 18. Dezember 1929


„Klinische Wochenschrift“  9. Jahrgang Nr. 52 vom 17. Dezember 1930

Klinische Wochenschrift, Artikel zum Kalten Rotlicht von 1930
Klinische Wochenschrift, Artikel zum Kalten Rotlicht von 1930
Klinische Wochenschrift, Artikel zum Kalten Rotlicht von 1930
Klinische Wochenschrift, Artikel zum Kalten Rotlicht von 1930

Postwurfsendung zum "Frigisolair"


Kundeninformation zum transportablen Kalten Rotlichtapparat


Verschiedene Bestrahlungsgeräte des Frigisolairs für die Praxis